Johann Granke, 1811

Name
Johann* /Granke/
Given names
Johann*
Surname
Granke
Birth estimated 1811 30

Religious marriageDorothea SommerView this family

Birth of a brotherChristian Granke
1813 (aged 2 years)

Birth of a daughterRegine Granke
about 1836 (aged 25 years)
Occupation
Instmann
1841 (aged 30 years)

Ein Instmann war in Ostpreußen ein landwirtschaftlicher Arbeiter mit festem Arbeitsvertrag, der bei einem größeren Bauern oder einem Gut arbeitete. Die Mitarbeit seiner Frau, wurde bei Bedarf vorausgesetzt und war vor allem bei der Frühjahrs bestellung und in der Ernte, weniger im Winter, gefragt.

Er wohnte mit seiner Familie mietfrei in den sogenannten "Insthäusern". Der Vertrag im Gut lief über 1 Jahr, wurde aber sehr oft über Jahre und Jahrzehnte eingehalten. Ein öfterer Wechsel der Arbeitsstelle war eher gering. Er stellte oft einen "S charwerker" (entweder einen erwachsenen Sohn oder einen Fremden), den er beköstigte und dem er einen Lohn zahlte.

Der Lohn des Instmanns bestand aus dem 1.) Geldlohn 2.) Naturallohn und 3.) dem Ertrag aus der eigenen Benutzung und weiteren Verarbeitung der erhaltenen Naturalien.

Als Geldlohn erhielt der Instmann zwischen 70 und 120 Mark jährlich. Seine Frau für die geleisteten Tage, (ca.0,50 Mark/Tag im Sommer und 0,40 Mark/Tag im Winter, oft war auch nur ein Betrag von 0,30 Mark/Tag vereinbart, dann bei höheren Nuturall eistungen.) zwischen 50 und 100 Mark. Für den Scharwerker erhielt er zwischen 50 und 90 Mark.

Als Landnutzung wurden ihm gewährt:

etwa 60 bis 120 Quadratruthen (180 Quadratruthen = 1 preuß. Morgen = 0,2553ha) Kartoffelland
etwa 60 Quadratruthen Leinland, für Flachsanbau und
etwa 10 bis 30 Quadratruthen Gartenland für den Gemüseanbau.

Dieses Land, (außer dem Gartenland) wurde vom Arbeitgeber gedüngt und beackert (Bei höherem Geldlohn war die Landnutzung im unteren Bereich). Dem Instmann gehörten eigentümlich eine Kuh, die mit der Herde des Arbeitgebers gefüttert wurde, außerdem hielt er 1 bis 3 Schweine, 1 bis 2 Schafe, einige Hühner oder sonstiges Geflügel, das ihm auch gehörte. Der Drescheranteil betrug etwa 1000 kg Roggen, 700 kg Hafer, 250 kg Weizen, dazu ca. 450 kg Roggen als festes Deputat.

Quelle: "Vierundzwanzig ostpreußische Arbeiter und Arbeiterfamilien" von Dr. Oskar Mulert, Verlag von Gustav Fischer in Jena, Jahr 1908

Residence 1841 (aged 30 years)
Birth of a daughterElisabeth Granke
February 10, 1841 (aged 30 years)
Christening of a daughterElisabeth Granke
February 21, 1841 (aged 30 years)
Note: Der evangelischen Pfarrkirche Schlobitten in Herrndorf.

Der evangelischen Pfarrkirche Schlobitten in Herrndorf. Schlobitten: Adel, Gut und Dorf, Gräfliches Schloß, filia von Herrndorf.

Birth of a daughterChristine Granke
1846 (aged 35 years)

Birth of a daughterCaroline Granke
estimated 1848 (aged 37 years)

Birth of a daughterHenriette Granke
estimated 1850 (aged 39 years)

Birth of a sonFriedrich Granke
1851 (aged 40 years)

Residence 1860 (aged 49 years)
Death of a sonFriedrich Granke
April 2, 1860 (aged 49 years) Age: 9 Jahre
Cause: Scharlach
Death of a daughterChristine Granke
April 4, 1860 (aged 49 years) Age: 17 Jahre und 4 Monate
Cause: Scharlach
Burial of a daughterChristine Granke
April 7, 1860 (aged 49 years)
Cemetery: Kirche zu Herrndorf
Burial of a sonFriedrich Granke
April 7, 1860 (aged 49 years)
Cemetery: Kirche zu Herrndorf
Occupation
Instmann
1862 (aged 51 years)
Marriage of a childCarl MarquardElisabeth GrankeView this family
November 30, 1862 (aged 51 years) Husband: 28 Jahre Wife: 21 Jahre
Death of a wifeDorothea Sommer
January 5, 1870 (aged 59 years) Age: 56 Jahre und 7 Monate
Burial of a wifeDorothea Sommer
January 9, 1870 (aged 59 years)
Cemetery: zu Schlobitten Herrndorf
Death of a brotherChristian Granke
before 1871 (aged 60 years)

Marriage of a childWilhelm KeiluhnElisabeth GrankeView this family
January 25, 1872 (aged 61 years) Husband: 31
Address: evangelische Pfarrkirche in Lauck
Death of a daughterRegine Granke
August 25, 1908nachmittags um zwei Uhr (aged 97 years) Age: 74 Jahre
Address: im Krankenhauses Friedrichshain
Death of a daughterElisabeth Granke
November 22, 191122:15 (aged 100 years) Age: 70 Jahre alt
Address: Vereinsstraße 3, Ohra
Burial of a daughterElisabeth Granke
November 26, 1911 (aged 100 years)
Address: evangelischen Kirche Ohra
Religion: evangelisch
Family with parents
father
himself
1811
Birth: estimated 1811 30
3 years
younger brother
18131871
Birth: 1813 32
Death: before 1871
Family with Dorothea Sommer
himself
1811
Birth: estimated 1811 30
wife
18141870
Birth: 1814
Death: January 5, 1870Schönfeld, Landkreis Preußisch Holland, Ostpreußen, Deutschland
Religious marriage Religious marriage
daughter
18361908
Birth: about 1836 25 22Guhren, Landkreis Preußisch Holland, Ostpreußen, Deutschland
Death: August 25, 1908Berlin-Friedrichshain, Stadt Berlin, Berlin, Deutschland
5 years
daughter
18411911
Birth: February 10, 1841 30 27Guhren, Landkreis Preußisch Holland, Ostpreußen, Deutschland
Death: November 22, 1911Ohra, Landkreis Danziger Höhe, Westpreußen, Deutschland
6 years
daughter
18461860
Birth: 1846 35 32
Death: April 4, 1860Schönfeld, Landkreis Preußisch Holland, Ostpreußen, Deutschland
3 years
daughter
3 years
daughter
2 years
son
18511860
Birth: 1851 40 37
Death: April 2, 1860Schönfeld, Landkreis Preußisch Holland, Ostpreußen, Deutschland
SourceTaufurkunde des Kindes
Date of entry in original source: August 22, 1941
Quality of data: geht so
SourceEvangelisches Kirchenbuch Herrndorf Film Nr. 0902609
Text:

Trauregister Seite 141 laufende Nummer 10 - Trauung von Carl Marquard (Wohnort in Herrndorf, 28 Jahre alt, Knecht, Vater: Johann Marquard, Wohnort Deutschendorf) mit Elisabeth Granke (Wohnort in Schönfeld, 21 Jahre alt, Vater: Instmann Johann Gra nke, Wohnort: Schönfeld) am 31. November 1862 in Herrndorf.

OccupationView

Ein Instmann war in Ostpreußen ein landwirtschaftlicher Arbeiter mit festem Arbeitsvertrag, der bei einem größeren Bauern oder einem Gut arbeitete. Die Mitarbeit seiner Frau, wurde bei Bedarf vorausgesetzt und war vor allem bei der Frühjahrs bestellung und in der Ernte, weniger im Winter, gefragt.

Er wohnte mit seiner Familie mietfrei in den sogenannten "Insthäusern". Der Vertrag im Gut lief über 1 Jahr, wurde aber sehr oft über Jahre und Jahrzehnte eingehalten. Ein öfterer Wechsel der Arbeitsstelle war eher gering. Er stellte oft einen "S charwerker" (entweder einen erwachsenen Sohn oder einen Fremden), den er beköstigte und dem er einen Lohn zahlte.

Der Lohn des Instmanns bestand aus dem 1.) Geldlohn 2.) Naturallohn und 3.) dem Ertrag aus der eigenen Benutzung und weiteren Verarbeitung der erhaltenen Naturalien.

Als Geldlohn erhielt der Instmann zwischen 70 und 120 Mark jährlich. Seine Frau für die geleisteten Tage, (ca.0,50 Mark/Tag im Sommer und 0,40 Mark/Tag im Winter, oft war auch nur ein Betrag von 0,30 Mark/Tag vereinbart, dann bei höheren Nuturall eistungen.) zwischen 50 und 100 Mark. Für den Scharwerker erhielt er zwischen 50 und 90 Mark.

Als Landnutzung wurden ihm gewährt:

etwa 60 bis 120 Quadratruthen (180 Quadratruthen = 1 preuß. Morgen = 0,2553ha) Kartoffelland
etwa 60 Quadratruthen Leinland, für Flachsanbau und
etwa 10 bis 30 Quadratruthen Gartenland für den Gemüseanbau.

Dieses Land, (außer dem Gartenland) wurde vom Arbeitgeber gedüngt und beackert (Bei höherem Geldlohn war die Landnutzung im unteren Bereich). Dem Instmann gehörten eigentümlich eine Kuh, die mit der Herde des Arbeitgebers gefüttert wurde, außerdem hielt er 1 bis 3 Schweine, 1 bis 2 Schafe, einige Hühner oder sonstiges Geflügel, das ihm auch gehörte. Der Drescheranteil betrug etwa 1000 kg Roggen, 700 kg Hafer, 250 kg Weizen, dazu ca. 450 kg Roggen als festes Deputat.

Quelle: "Vierundzwanzig ostpreußische Arbeiter und Arbeiterfamilien" von Dr. Oskar Mulert, Verlag von Gustav Fischer in Jena, Jahr 1908